Uns gehört die Straße!

Eucaris Guillen & Katja Berger

Lesedauer: 23 Minuten

Auf der Grenze zwischen Lindenau und Plagwitz gibt es ein neues Straßenfest. Das Bohei & Tam Tam will das Viertel als Handwerks- und Künstlerquartier sichtbar machen, den hier Arbeitenden eine Plattform bieten, ihre Produkte auf der Straße zu präsentieren und damit auch neue Akteure anziehen. Wir sprachen mit Eurcaris Guillen und Katja Berger.

Wie seid ihr nach Leipzig gekommen?

Katja Ich bin 1998 zum Studieren nach Leipzig gekommen und habe nach meinem Abschluss sechs Jahre in der Schaubühne gearbeitet. Anfangs als Praktikantin, zum Schluß als Produktionsleiterin. Dadurch kenne ich auch das Viertel und dessen Entwicklung. Gewohnt habe ich Anfangs im Osten, später dann im Waldstraßenviertel in einer Wohngemeinschaft. Wir mussten 2010 ausziehen, weil das Haus verkauft und hochwertig saniert wurde. Mit unserer Abfindung haben wir uns ein Haus im Leipziger Westen gekauft.

2010 habt ihr schon auf die Abfindung gepocht. War das damals schon üblich?

Katja Wir waren mit die ersten hier in Leipzig, die eine gute Abfindung herausschlagen konnten. Wir hatten einen engagierten Anwalt, der den Prozess über zwei Jahre hinweg begleitete. Er kam aus Berlin und dort war diese Praxis schon länger üblich. Es war uns klar, dass wir im Waldstraßenviertel als alternativ lebende Menschen nicht bleiben können. Wir hatten andauernd Streß mit den Anwohnern. Für die Anwohner dort ist es okay, wenn Menschenmassen durch das Viertel ziehen um in der Arena Fußball zu schauen. Aber wenn wir gegrillt haben kam gleich die Polizei.

Katja Berger, künstlerische Leiterin des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig Lindenau.
Katja Berger kümmert sich um das kulturelle Programm vom Bohei.

Wie viele von eurem WG-Haus haben sich dann hier wieder zusammengefunden?

Katja Wir waren 18 und neun haben das Geld in das Haus im Leipziger Westen gesteckt.

Und läuft das gut? Habt ihr euch als Verein aufgestellt?

Katja Wir haben das Haus als Verein gepachtet und später auch gekauft.

Es kann also nicht jemand eigenmächtig seinen Teil verkaufen?

Katja Nein, wir sind alle Mieter und haben einen ganz normalen Mietvertrag. Wir unterschreiben unsere eigenen Mietverträge, das ist lustig. So weit funktioniert das gut. Wir mussten uns ja auch nicht neu als Hausgruppe zusammenfinden. Wir haben ja schon viele Jahre als Freundeskreis zusammengelebt und wir wußten, was wir wollen. Ein Haus, dass wir selber gestalten können, in dem wir uns frei bewegen können und auch das Beet im Hof anlegen können, ohne jemanden nach einer Genehmigung fragen zu müssen. Letztlich haben wir von der Immobilienfirma erwirkt, dass wir vieles mitnehmen konnten – die Öfen, die Badewannen. Wir haben alles mitgenommen, was nicht fest installiert war.

Wir organisieren das Straßenfest aus der Motivation heraus, in den Stadtraum einzudringen und die Entwicklung, den Kurs zu beeinflussen.

Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.
Impressionen des Boheim & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig auf der Karl-Heine-Straße.

Weil es sowieso rausgeworfen worden wäre?

Katja Ja klar, die haben alles entkernt. Aus Gründen des Denkmalschutzes durften wir allerdings die Jugendstilöfen nicht mitnehmen. Wer weiß, ob die heute da noch stehen oder ob sie trotzdem abgeschlagen wurden. Wir haben die Steckdosen und Lichtschalter mitgenommen. Wir wissen heute noch, dass der Lichtschalter bei uns im Flur früher in der Küche installiert war.

Wie hast Du das Waldstraßenviertel erlebt vor fünfzehn Jahren?

Katja Es war viel studentischer als jetzt. Aber was es nicht gab, waren Kneipen und Orte zum ausgehen. Alles fand im Privaten statt. Es gab viele WG-Häuser mit denen wir einen guten Kontakt hatten und gelegentlich auch mal feierten. Mittlerweile ist es dort sehr schick geworden. Jetzt gibt es auf der Jahnallee auch mehr Gastronomie. Früher musste man schon gucken, wenn Mutti und Vati kamen und man ausgehen wollte. Daher auch die Überlegung in den Leipziger Westen zu gehen, denn es gab dort noch viele Freiräume. Wir waren 2010 nicht die ersten, aber auch nicht die letzten. Die LWB hat ihre Gründerzeithäuser nur über einen Zeitraum von wenigen Jahren in Erbpacht herausgegeben. Das war attraktiv. Wo hat man jetzt noch diese Möglichkeit? Vielleicht im Leipziger Osten.

Wenn die Stadt irgendwann durchgeplant und entwickelt ist und du kein Viertel mehr findest, in dem es noch Freiräume gibt, wohin dann?

Katja Vermutlich müsste man ins Vogtland gehen, in Kleinstädte und da was losmachen.

Spielst du mit dem Gedanken?

Katja Nein, nicht wirklich. Wir organisieren das Straßenfest ja gerade aus der Motivation heraus, in den Stadtraum einzudringen und die Entwicklung, den Kurs zu beeinflussen. Wir können den Kurs noch immer mitgestalten.

Eucaris Guillen ist Organisatorin des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig Lindenau.
Eucaris Guillen ist Organisatorin des Straßenfests.

Dazu kommen wir gleich. Eu, wie bist du nach Leipzig gekommen und warum?

Eucaris Das Leben hat mich nach Leipzig gebracht. Ein Freund hat mich herausgefordert. Ich musste mich mit knapp zwanzig Jahren innerhalb von zwei Wochen entscheiden, ob ich dieses Spiel mitspiele und bereit bin, auf einem anderen Kontinent zu studieren.

Ein Freund hat dich herausgefordert?

EucarisJa.

KatjaHast du eine Wette verloren und musstest nach Leipzig?

EucarisJa, so ähnlich. Dieser Freund hatte schon mehr von der Welt gesehen als ich. Ich stamme aus Panama und hatte das Land damals noch nicht verlassen. Panama befand sich damals in einer politisch schwierigen Situation und ich kannte einige Leute, die damals zum Studieren nach Kanada oder in die USA gingen.

Eigentlich hatte ich damals nicht die Ambition ins Ausland zu gehen, aber ich wusste von der Ausschreibung eines Stipendiums für ein Studium in Deutschland. Ich wußte damals nichts von der Teilung Deutschland. Meine politische Bildung war gleich null. Ich bewarb mich und aus einer unbekümmerten Wette wurde plötzlich Realität. Das war 1988 und ich musste mit knapp zwanzig Jahren meinen Eltern aus heiterem Himmel beibringen, dass ich ein Stipendium erhalten habe und nach Leipzig gehen werde. Wir dachten, wenn es mir nicht gefällt, dann gehe ich zurück. Der Mann meiner Schwester war damals in Würzburg stationiert, aus unserer damaligen Sicht als gleich in der Nähe. Das ist doch gut. Klar, da ist eine Mauer dachte ich, aber das ist bestimmt nur ein Maschendrahtzaun. Aber es war alles ganz anders. Am Anfang war es ein Riesenschock.

Die Stadt war schwarz und kaputt. Es fühlte sich an, als wäre der Krieg erst vor kurzem beendet worden. Und doch war es unglaublich faszinierend.

Du bist also kurz vor der Wende nach Leipzig gekommen? Dann hast du den Mauerfall persönlich mitbekommen?

Eucaris Ja. Ich kam damals in Berlin an und es hieß, wir fahren auf der Autobahn bis nach Leipzig. Während der Fahrt habe ich ganz naiv gefragt, wo denn die BMWs und Mercedes sind? Ich habe nur ganz kleine Pappautos gesehen. Ich war darauf nicht vorbereitet. Mir wurde bald klar, dass es doch nicht so leicht sein wird, meine Schwester zu besuchen.

Die Stadt war schwarz und kaputt. Es fühlte sich an, als wäre der Krieg erst vor kurzem beendet worden. Und doch war es unglaublich faszinierend, wie hier alles ablief und geregelt wurde. Die Menschen waren völlig anders, für mich waren sie so rein, sie waren nicht konsumverdorben. Sie freuten sich über jede Kleinigkeit. Das war beeindruckend und schön zu sehen. Ich habe Technologien erlernt, die es in Panama schon nicht mehr gab. Vielleicht im Museum, aber nicht mehr im praktischen Gebrauch. Schrift wurde noch aus Blei gegossen, es gab keine Farbfotografie, es war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Ich bin damals mit anderen Studenten zu den Montagsdemos gegangen, um uns für die Sache einzusetzen. Wir haben auch die Phase der Rechtsradikalität miterlebt. Bei uns im Wohnheim in der Straße des 18. Oktober wurde zweimal Feuer gelegt und wir mussten nachts Wache halten. Das war schon eine schlimme Zeit.

Zum ersten Bohei Fest haben wir Besucher zu ihren Erlebnissen oder Erinnerungen zur Karl-Heine-Straße oder zum Industriellen Karl Heine befragt. Auslöser dieser Idee war die Geschichte einer Frau, die an der Straßenbahnhaltestelle wohnte und über Jahre hinweg täglich darauf gewartet hat, dass ihr Ehemann aus der Tram aussteigt und Kriegsgefangenschaft zurückkehrt. Dies geschah schließlich, als sie einmal nicht geschaut hatte.

Stand des Wunderwestens auf dem Bohei Fest vor dem Josephkonsum.
Andy Rothwech
»Die Mieten steigen und steigen. Das nervt. Und es sind zu viele Hippies und Hipster hier. Früher gab es die Schaubühne und sonst nichts. Die Gegend war tot und jetzt schaut euch um. Das ist schon klasse. Es wäre nur schön, wenn die Presse nicht mehr so viel davon berichten würde, damit nicht noch mehr Leute hierher kommen. Welche Erinnerung und Erlebnisse fallen mir ein? Vor drei, vier Jahren kamen die Linken aus Connewitz und haben Barrikaden auf den Straßen gebaut, die Bushaltestellen demoliert und die Polizeiwache angezündet. Das war schon seltsam. Ein anderes Mal hat mich ein Kerl auf der Straße angesprochen und gefragt, ob ich einen Hasen küssen würde. Wie bitte? Ja, würdest Du einen Hasen küssen? Einen echten Hasen? Natürlich einen echten Hasen! Dann gingen wir runter zur Vleischerei und da standen all die Leute in Hasenkostümen. Ich musste mit einem im Hasenkostüm tanzen, der sich dann auszog und mir seine unsterbliche Liebe erklärte bevor er wegrannte. Es war wohl Kunst und sie haben es gefilmt.« Andy Rothwech

Durftest du als ausländische Stipendiatin ausreisen? Hast du deine Schwester besucht?

Eucaris Ich durfte ausreisen. Meine Schwester lebte noch für ein Jahr in Würzburg und so habe ich sie einen Sommer lang dort besucht und kam auch zu Weihnachten. Das einzige Problem waren die Kontrolle am Bahnhof, denn man hielt mich für eine Kubanerin. Alles war unwirklich. Im Zug saßen nur alte Menschen. Alte Menschen und ich. Wir waren die einzigen, die reisen durften. Sobald der Zug die Grenze überquert hatte, hat man Lebensmittel von außen in die Abteile geworfen. Bananen zum Beispiel. Ich hatte Bananen, Orangen oder Tomaten ein Leben lang im Überfluss und hier standen die Leute dafür Schlange.

Wann hast du dich entschlossen hier zu bleiben?

Eucaris Direkt nach dem Studium. In Panama war es zu dieser Zeit noch üblich, dass man so lange bei den Eltern wohnt, bis man verheiratet ist. Nachdem ich hier so viel Selbständigkeit und Unabhängigkeit erlebt hatte, wollte ich nicht zuhause wieder das Kind meiner Eltern sein.

Und wie kamst du zum Bohei & Tam Tam?

Eucaris Über den Westbesuch. Ich hatte einen eintönigen Job und als ein kreativer Mensch suchte ich mir eine Alternative. Ich habe anfangs kleine Events organisiert und darüber ist Steffen Balmer vom Westbesuch auf mich aufmerksam geworden. Er fand es toll, wie ich die Sachen organisiert hatte und er fragte mich, ob ich Lust hätte mit ihm 2014 das Sommerfest zum Westbesuch zu organisieren. Das war eine große Chance für mich zu zeigen was ich kann. Ich habe mich damals um den kulturellen Bereich gekümmert und Sponsoren aquiriert. Es wurde ein schönes Fest. Nachdem der Westbesuch weggezogen ist suchte die Schaubühne jemanden für das Bohei. Die Kultur hat Katja übernommen und ich kümmere mich um die Planung und Organsition, sowie Marketing und PR-Aufgaben.

Sabine Gurt
»Damals gab es noch keine Studenteninternate, da wohnte man noch zur Untermiete. Es gab einen Mangel an Wohnungen und wer ein Zimmer zur Verfügung hatte, der hat es untervermietet. In Lindenau und Plagwitz gab es viele solcher Zimmer, da dies der Einzugsbereich der Pädagogischen Hochschule war. Wohngemeinschaften gab es damals noch nicht. Wir hatten ein Öfchen im möblierten schmalen Zimmer, gekocht wurde in der Küche der Vermieterin. Die wohnte dann natürlich auch in der Wohnung. Die Zimmer selbst wurden verteilt, man hatte keinen Einfluss darauf wo man landete und ob die einen nahmen. 35 DDR Mark haben wir für ein Zimmer im Monat bezahlt, und zweimal im Jahr zu den Messewochen, mussten wir zu unseren Eltern fahren. Die Zimmer wurden dann an Messegäste vergeben. Der Eckladen an der GutsMuthsstraße war ein Gemüseladen. Da kaufte ich immer meine Kohlenanzünder für mein Öfchen. Auch die Kohlen musste ich mir selbst beschaffen. Dafür hatte ich einen Platz im Keller.« Sabine Gurt lebte von 1965–1970 als Studentin in der GutsMuthsstraße


Jane Eder
»Der intensivste Eindruck, den ich immer wieder bei einer nächtlichen Überquerung der Karl-Heine-Straße erfahre, ist der eines tiefen Einverständnisses mit meinem Hier-Angesiedelt-sein. Mir steht klar vor Augen, dass ich genau hier leben möchte, in einem Viertel, einer Stadt, die genau so aussieht und sich so anfühlt. Da sind sommers viele Menschen, eine Stimmung von persönlichem Freiraum und Begegnung trägt die Atmosphäre. Ich sauge auf, was ich selten sehe und erfreue mich am Anblick der Möglichkeiten. Die Großzügigkeit der Straße stellt Raum für Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen. Es könnte anstrengend werden, aber das kann es immer. Der Blick bei Tageslicht: Mannigfaltige Hausgesichter, so angenehm uneinheitlich. Wie geschaffen als Herberge für simple oder charaktervolle Gewerbe. Eine solche Versorgungslage gibt mir ein im besten Sinne luxuriöses Gefühl von Selbstbestimmtheit. Auch an dieser Stelle: Angekommen sein.« Jane Eder

Gab es zu diesem Zeitpunkt bereits den Namen?

Eucaris Den gab es schon. Er stammt vermutlich von René. Boulevard-Heine und »Bohei« bietet sich ja an. Und wir machen was los zum Fest, also »Bohei & Tam Tam«.

Katja Ich finde den Namen schön.

Uns gefällt er ebenfalls. Auch, dass er sich so abgrenzt vom Westbesuch. Es soll ja auch etwas neues sein. Was ist denn der Unterschied zum Westbesuch? Was ist der andere Ansatz?

Eucaris Der große Unterschied ist zum einen, dass wir keinen Floh- und Trödelmarkt haben. Und zum anderen, dass wir wirklich die Handwerker positionieren. Die Menschen, die handwerklich arbeiten. Nicht nur der Innungsbetrieb, sondern auch die Leute, die handwerklich begabt sind und Dinge selbst herstellen.

Katja Es geht um die, die selbst etwas herstellen und produzieren. Nichts, was man einkauft, um es zu verkaufen.

Der Westbesuch war wichtig, um diesen Stadtteil zu positionieren.

Eucaris Das ist eine Voraussetzung um bei uns mitmachen zu können. Es gibt eine Ausnahme auf dem Fest, das ist Second Chance, ein Second Hand Laden. Aber das ist legitim, wir machen ein Stadtteilfest und wir machen das für die Anwohner. Es wäre verkehrt zu sagen, dass sie nicht zum Konzept passen. Daher diese Ausnahme. Alle anderen produzieren und gestalten wirklich selber. Deren Produkte sind in Hand- oder Kopfarbeit entstanden. Es gibt eine Person und eine Philosophie die dahintersteckt. Auf diese Weise wird es auch homogen.

Jule
»Es ist schade, dass die Alteingesessenen durch Schickimicki verdrängt werden. Es gibt so viele Restaurants, einen neuen Biomarkt, obwohl es schon so lange die Kostbar gibt. Ich hoffe, dass es nicht noch schicker wird, dass es abgeranzt bleibt. Dass die Häuser nicht so hochpoliert sind und man weiterhin sieht, dass hier auch junge Leute hier wohnen.« Jule stammt aus Jena und lebt seit zweieinhalb Jahren im Viertel

Ihr spracht davon, wie man in den Stadtteil eingreift. Was meint ihr damit?

Katja Der Westbesuch war wichtig, um diesen Stadtteil zu positionieren. Um zu zeigen, hier ist etwas, wir spielen jetzt mal, als wäre hier mehr und vielleicht löst dass dann aus, dass sich Leute für den Stadtteil zu interessieren beginnen.

Und das ist auch jetzt unser Anliegen. Mit dem Straßenfest zeigen wir, dass wir die Entwicklung des Viertels nicht sich selbst überlassen. Wir wollen das nicht einfach aus der Hand geben und den Bäckereiketten und allen anderen Ketten die Straße überlassen.

Mit dem ersten Westbesuch 2005 wurde der Prozess angestossen und es ist etwas ins Rollen gekommen. Egal, ob man das gut findet was jetzt passiert oder nicht. Jetzt läuft es. Und wir haben weiterhin die Möglichkeit, die Entwicklung mitzugestalten. Natürlich bin ich zwiegespalten ob das aufgeht. Bei der Gestaltung der Josephstraße haben sich auch Leute engagiert, die jetzt mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Aber ich sehe diese Veranstaltung als Möglichkeit, Freiräume zu schaffen und diese auch zu erhalten.

Rebekka auf dem Straßenfest in der Karl-Heine-Straße
»Es war dreckig, trostlos und ich war abends nicht gern unterwegs. Die letzte Drogerie schloß und als die Billigketten kamen ging alles den Bach hinunter. Es änderte sich erst, als die ersten Cafés auf der Karl-Heine eröffneten. Seitdem blüht es hier auf.« Rebekka lebt seit 2000 in der Merseburger Straße.
Guillaume
»Ich kenne viele Menschen die zu der Aufwertung des Viertels beigetragen haben und jetzt wegziehen müssen, weil es zu teuer geworden ist. Vor 12 Jahren gab es hier kaum etwas. Nichts Schickes, kein Bio und auch nicht so extrem viele Bäckereien wie jetzt. Das hat sich alles sehr rasch entwickelt.« Guillaume lebt seit 12 Jahren in Leipzig und seit sechs Jahren in Lindenau.
Ralf Büttner
»Im Josephkonsum gab es alles. Keine Lebensmittel, aber sonst alles für den täglichen Bedarf. Mindestens einmal pro Woche war ich dort und einmal in der Woche ging ich auch ins Lindenfels Kino. Jetzt ist es alles ein wenig unübersichtlich für mich. Hier ein Lädchen, dort ein Hinterhof. Viel Kleinklein. Das war damals übersichtlicher.« Ralf Büttner ist geborener Leipziger und hat seinen ersten Farbfernseher im Josephkonsum gekauft.
Sandra Lang
»Wir sind zu Besuch aus Solingen und seit zwei Tagen hier. Es ist schön zu sehen, dass viele Menschen hier auf der Straße sitzen und die Sonne geniessen oder ein Bier trinken. Ich kenne dies noch aus einer Zeit als ich ein Kind war. Bei uns gibt es das schon lange nicht mehr so. Es ist einfach schön, wie man hier so sitzen kann.« Sandra Lang
Annamaria Riemer
»Vor zwölf Jahren war es schwierig mit dem Kinderwagen Straßenbahn zu fahren. Die Straße war wie ausgestorben und alleine konnte ich den Kinderwagen nicht in das Abteil der alten Straßenbahnen heben. Und die Fahrer oder Schaffner? Die haben nie Interesse gezeigt mir zu helfen. So musste ich warten oder eben bis zur nächsten Haltestelle laufen, in der Hoffnung dass mir dort jemand helfen würde« Annamaria Riemer
Roland Held
»Der Josephkonsum war ein typisches DDR Kaufhaus. Es gab immer etwas, aber nicht das was man wollte. Hier an der Ecke war ein Käseladen und ein Bäcker. Auf der Karl-Heine gab es nicht eine Kneipe. Es war hier tote Hose. Ein paar Läden, einen Lampenladen, aber recht wenig. Man hat die Menschen bemitleidet, die hier im Viertel leben mussten. Das hat sich jetzt schön verändert.« Roland Held
Lena Hanson
»Vor Jahren gab es hier kaum konventionelle Läden. Es gab zwei Spätis und einen Dönerladen und vielleicht noch eine Eisdiele. Heute leben hier viel jüngere Menschen. Ich bin mittlerweile umgezogen, weil es kaum noch unsanierte Wohnungen gibt in denen man leben kann. Ich finde es krass, wie schnell dieser Freiraum verschwunden ist und alles teurer wird.« Lena Hanson
Herr Schmutzlers
»Neu hinzugezogene können es sich nicht vorstellen, wie trostlos es hier noch vor Kurzem war. Man war nicht stolz darauf in Plagwitz zu wohnen. Wenn ich jetzt erzähle dass ich hier wohne, fragen mich die Leute ob ich mir das leisten könne. Ganz früher war es einmal ein Arbeiterviertel, in jedem Haus eine Kneipe. Während der DDR war dann hier nichts mehr. Im Felsenkeller gab es eine furchtbare Kneipe, fünfzig Alkoholiker und eine Schallplatte, die den ganzen Tag lief.« Herr Schmutzlers Familie lebt seit 150 Jahren hier auf der Karl-Heine-Straße.


Was ist in dem Vergleich euer Freiraum? Die Straße? Den Straßenraum mit Leute zu besetzen?

Katja Ja, den Straßenraum mit Leuten zu besetzen, die hier arbeiten und produzieren. Ich war Teil der Gruppe, die sich für den Erhalt des Eisenwarenladens »Fedor Gross« eingesetzt hat. Es war klar dass der Laden verschwinden würde, wenn man ihn nicht übernimmt. Dann ist er für immer weg. Ein Laden, der seit über 100 Jahren dort ist. Und es hätte auch nie wieder einen Eisenwarenladen in diesem Viertel geben. Und wie kommst du gegen die große Baumarktkette an oder gegen andere, die besser aufgestellt sind? Du musst eine Öffentlichkeit für das Thema schaffen. Du musst sagen, hier in diesem Viertel gibt es noch Handwerk und Handwerker. Hier gibt es noch einen Schuster. Über ein solches Straßenfest schaffst du die Möglichkeit zu zeigen, dass dies hier ein Handwerkergebiet ist. Dass ich hier noch mit dem Fahrrad entlang fahren und Handwerker entdecken kann. Und nicht nur das nächste Café oder Restaurant.

Es ist wichtig zu zeigen, dass auf der schicken Karl-Heine-Straße nicht nur die Neureichen wohnen.

Eucaris Das sind zwei wichtige Aufgaben. Das Erhalten und das Sichtbarmachen. Durch die vergangenen Straßenfeste wurde auch die Gastronomie angelockt. Jetzt gibt es ausreichend Gastronomie in der Straße. Es wäre schön, wenn das hier keine Karli werden würde. Noch haben die meisten Geschäfte hier ein Profil. Jetzt ist es wichtig, dass man sichtbar macht, was in den Hinterhöfen oder Seitenstraßen passiert. Es war gar nicht so einfach, die Leute von »Fedor Gross« von einer Teilnahme zu überzeugen. Sie werden jetzt dabeisein und zeigen, was sie können. Es ist uns auch gelungen Menschen zu überzeugen, die auf dem Westbesuch das Gefühl hatten nicht wahrgenommen zu werden. Beim Bohei & Tam Tam stellen sie mit Gleichgesinnten aus. Mit anderen Handwerkern und Kreativen.

Handwerker an seinem Stand beim Bohei & Tam Tam.
Ein Pärchen steht vor dem Eingang der großen Halle des Westwerks Leipzig.
Tänzerin auf dem Bohei Fest in Leipzig Lindenau.
Ein DJ vor seinem Mischpult in der Nähe des Cafe Albert auf dem Bohei Fest in Leipzig.
Ein DJ vor seinem Mischpult vor der Schaubühne Lindenfels.
Ein aus Papier ausgeschnittener Kopf eines Elefanten.

Ist das Fest auch ein Versuch, weitere handwerklich arbeitende Menschen in den Leipziger Westen zu ziehen?

Katja Zum einen ja, aber wir wollen auch die Menschen vor Ort stärken. Es gibt hier zum Beispiel so viele Fahrradläden. Es wäre doch toll, wenn sich diese bei einem zukünftigen Fest gemeinsam präsentieren würden. Man zeigt, was hier möglich ist. Wenn jemand neu in der Stadt ist und sein Fahrrad reparieren lassen möchte, dann schaut er hier im Viertel vorbei.

Eucaris An den vielen Fahrradläden sieht man auch, wer hier wohnt und wie die Menschen hier unterwegs sind. Es ist hier noch möglich, mit zwei Händen eine Existenz zu gründen und davon zu leben. Es ist wichtig zu zeigen, dass auf der schicken Karl-Heine-Straße nicht nur die Neureichen wohnen. Hier gibt es noch so viel unentwickelte Flächen, die ausbaufähig sind. Das Westbad und das Täubchenthal sind toll. Aber das reicht auch als Eventlocation. Wir müssen hier keine Partymeile werden. Ich bin selbst Mitglied bei Westbesuch e.V., René Reinhardt ist Mitgründer und Ideengeber des Westbesuchs. Es gab einige Stimmen die gegen den Wegzug des Westbesuchs waren. Wir wollten erhalten was wir uns aufgebaut haben und es nicht sich selbst überlassen. Man muss eine Möglichkeit schaffen, hier bleiben zu können. Man kann nicht immer weiterziehen. Wir müssen erreichen, dass die Hausbesitzer erkennen, dass es abseits der Gastronomiebetriebe auch genügend andere Leute gibt, die ihre Mieten bezahlen.

Wir wollten erhalten was wir uns aufgebaut haben und es nicht sich selbst überlassen.

Ist die Karl-Heine-Straße geeignet für Straßenfeste?

Katja Diese breiten Gehwege sind doch einfach perfekt für ein Fest. Man muss hier nicht derart viel absperren.

Was ist mit der vorhandenen Gastronomie? Ist es ein Problem, dass viele Flächen durch die Freisitze besetzt sind?

Eucaris Es ist ein Problem, dass es hier eine gastronomische Ballung gibt. Aber wenn tausende von Menschen kommen, können diese ja auch nicht alle drinnen bedient werden. Dafür reicht ihre Kapazität nicht. Daher wird es keine zusätzliche Gastronomie auf dem Fest geben und es gibt auch Betriebe, die uns ihre Flächen freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

Katja Wieviele Standplätze gibt es? 80?

Eucaris Um die 70. Wir wollen die Stände ja auch nicht zu dicht stellen.

Ihr habt euch auf das Handwerkliche aus dem Viertel konzentriert. Wie groß ist das Einzugsgebiet?

Katja Wir haben nicht nur den Leipziger Westen im Blick, sondern sind der Meinung, dass man sich gegenseitig befruchtet, wenn sich auch Menschen von ausserhalb präsentieren. So werden auch Leute aus anderen Stadtteilen und aus anderen Städten kommen und hoffentlich andere auf die Idee bringen, auch in diese Richtung zu gehen. Die Leute vor Ort haben wir natürlich zuerst angesprochen.

Eucaris Wir haben auch versucht, dass die Leute ihre Standflächen in der Nähe ihrer Läden bekommen. So kommt es zu Synergien. Die Besucher können dann noch ein Stück weiter bis zum jeweiligen Laden gehen und dort ein weiteres Angebot finden.

Es ist leicht sich auf das Negative zu konzentrieren, aber man kann den Wandel ja auch positiv sehen. Gibt es etwas, was für euch heraussticht?

Katja Das Fest wird zeigen, wie vielfältig es hier noch ist. Die Ursprungsidee des Westbesuches war es, die damals herrschende Tristesse los zu werden. Das war das Anliegen von vielen und das ist auch gelungen. Kaum kommt die Sonne raus, sind plötzlich jede Menge Leute auf der Karl-Heine-Straße unterwegs. Das überrascht mich immer wieder aufs neue. Abgefahren ist auch, dass du dann zwei Straßen weiter gehst und da ist niemand mehr. Das ist noch alles in einem Zwischenstadium, was ich angenehm und positiv finde. Noch findet man einen abgeschiedenen Ort. Keiner kann wirklich sagen, wie sich das alles hier entwickeln wird, aber noch ist es nicht überfüllt, sondern immer noch klein, beschaulich und nett.

Die Stadt ist noch nicht dicht?

Katja Noch nicht. Die Frage ist, kann das überhaupt passieren? Die Prognosen wurden ja auch von städtischer Seite aus immer wieder korrigiert. Der Leipziger Westen war abgeschrieben. Wieviel Zuzug wird es noch geben? Vor fünfzehn Jahren hätte niemand gedacht, dass es jetzt so ist.

Eucaris Das Bohei & Tam Tam arbeitet mit den Betrieben zusammen. Bei uns gibt es auch kein Losverfahren. Dazu als Beispiel die Merseburger Straße. Die Kreuzung wird mit Ständen bestückt sein, die ihre Geschäfte auch dort haben. Wir garantieren einen möglichst optimalen Standplatz und dadurch nehmen nun Menschen teil, die vorher nicht mit dabei sein wollten. Es sind nun Tischler dabei, die keine mehr Angst haben müssen, dass ihr Einzelstück mit dem halbkaputten Stuhl für fünf Euro konkurrieren muss. Bei den Planungstreffen war interessant zu beobachten, dass nicht alle Gastronomen sich unternander kennen. Bei der Planung eines solchen Veranstaltung entwicklelt dann darauf eine nachbarschaftliche Qualität, die vorher noch nicht vorhanden war. Das ist für die Gemeinschaft natürlich gut.

Können wir noch einmal über den Unterschied zwischen den handwerklich arbeitenden Menschen und den Ketten sprechen, die es noch anderswo in der Stadt gibt. Die arbeiten ja auch noch handwerklich. Woran macht ihr den Unterschied fest?

Eucaris Es macht zum Beispiel eine Glasbläserei mit, die Schmuck herstellt. Am Ende sieht man nur die Kette, aber die ist in einem Prozess entstanden, dem eine Philosophie zugrunde liegt. Das hat sich eine Person ausgedacht, die ein Publikum erreichen möchte und bei der nicht das Geld an erster Stelle steht.

Katja Für mich liegt der Unterschied in der Person die dahintersteht, die etwas für jemanden herstellt.

Eucaris Ja, die Bäckerkette bedient jeden, aber wenn jemand ein Design macht, überlegt derjenige, wer sein Produkt kaufen wird. Wer sind die Leute? Wer nimmt es mit nach Hause? Ich glaube, dass ist der Unterschied. Wer in der Bäckerei Brötchen kauft, dem ist das egal. Wir haben mit Bohei & Tam Tam einen anderen Anspruch.

Katja Rein formal sind das auch größtenteils Kleingewerbe, die dabei sein werden.

Aber das kann ja nicht das Kriterium sein um mitmachen zu können? Wir suchen für den Wunderwesten beispielsweise Menschen, die mit Leidenschaft arbeiten.

Eucaris Bei manchen der Produkte habe ich das Gefühl, dass die Machenden darüber nachdenken wie es bei jemanden zuhause aussehen könnte. Was das für Menschen sind, wie sie leben. Sonst würde man zu jemanden gehen, der Massenproduktion betreibt.

Studierende des Studiengangs Figurentheater aus Stuttgart zeigen ihre Performance »RattenTaten« auf dem Boulevard Heine.
Figurentheater während des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig.
Figurentheater während des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig.
Figurentheater während des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig.
Figurentheater während des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig.
Figurentheater während des Bohei & Tam Tam Straßenfestes in Leipzig.

Welche kulturellen Beiträge wird es geben? Diese haben ja auch oft etwas mit Handwerk zu tun, oder?

Katja Sicher, ich nehme das auch nicht aus der Beschreibung heraus. Es geht darum das Viertel zu besetzen. Es gehört all denen, die hier wohnen und ansässig sind. Uns gehört auch die Straße. Das Schöne ist, dass wir die Straße sperren und es eine Kooperationen zwischen einem Straßentheater und den Joblingen geben wird. Die Joblinge sind eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die sich um die Reintegration von Jugendlichen kümmert, die es bislang auf dem Arbeitsmarkt schwer hatten. Das »Theater aus dem Hut« macht mit ihnen einen Straßentheater-Workshop und die Ergebnisse werden auf der großen Parade zum Bohei gezeigt. Und im Westflügel erarbeiten Stuttgarter Studierende gerade eine Performance für Magdeburg und werden sich auch auf dem Straßenfest präsentieren. Wir nutzen den schönen Umstand der autofreien Straße und besetzen sie, bringen die Kultur auf die Straße und machen sie sichtbar. Die ganze Straße ist eine Bühne.

Was wird es noch geben? Wer geht noch mit auf die Parade?

Katja Es gibt Performer zu drei Stoffen. Textil, Holz und Metall. Mit diesen Materialien wird gearbeitet und was dabei herauskommt, wird auf der Parade gezeigt. Alle sind aufgerufen mitzugehen. Ich habe jetzt knapp zehn Tanzgruppen angefragt, die an verschiedenen Plätzen auftreten werden. Perspektivisch wollen wir dies dann auch unter ein Thema stellen, aber für das erste Mal wollten wir nehmen was wir vorfinden und sich anbietet.

Eucaris Während dieser Parade muss es nicht supervoll werden. Es geht ganz einfach darum sichtbar zu machen, was an dem Tag passiert ist. Das erreicht man, wenn man auf der Mitte der Straße läuft, genau zwischen den beiden Stadtteilen Lindenau und Plagwitz.

Studierende des Figurentheaters zeigen ihre Performace während des Straßenfestes
Teilnehmer der großen Parade anlässlich des Bohei & Tam Tam Festes auf der Karl-Heine-Straße.
Deutsche Feinkost zum Anfassen – Ein Teilnehmer der Parade zeigt seinen Körper und sein Motorrad.
Figurentheater auf der Parade.
Leipziger Schiller Spaziergang des Demokratie Kultur Projektes, angeführt von René Reinhardt, künstlerischer Leiter des Schaubühne Lindenfels.
Gewagte Fahrradkonstruktion auf der Parade des Bohei & Tam Tam.
Teilnehmer der großen Bohei Parade.
Ein Teilnehmer filmt die Parade des Bohei & Tam Tam.
Die Königin der Parade des Bohei & Tam Tam.
Ein Teilnehmer zeigt sich handgeschmiedetes Schwert.
Zwei Kinder gehen Hand in Hand.
Spektakulärer Abschluss der Parade mit Leuchtfeuer und bengalischen Fackeln.
Spektakulärer Abschluss der Parade mit Leuchtfeuer und bengalischen Fackeln.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.
Tanzeinlage auf dem Straßenfest Bohei & Tam Tam auf der Karl-Heine-Straße Leipzig.

Gibt es eigentlich andere Straßenfeste, die euch inspiriert haben?

Katja Das hier ist ganz neu.

Eucaris Wirklich, ungelogen. Ich habe mir viele Märkte angeschaut. Design in der Kongresshalle, viele Kreativmärkte wie zum Beispiel den Hosenscheißermarkt oder Ladieslike. Nein, Vorbilder gibt es nicht. Das Fest ist die Bühne und jeder kann dort machen, was er möchte. Lebendiges Handwerk.

Katja Wir werden natürlich perfektes Wetter haben. Nicht zu heiß, kein Regen. Wenn das Wetter mitspielt fühlt sich das auch gleich besser an.

Info

Katja Berger studierte Philosophie, Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Leipzig. Von 2009 bis 2015 arbeitete sie in der Schaubühne. Zuletzt als Produktionsleiterin. Eucaris Guillen studierte Drucktechnik, PR und Eventorganisation in Leipzig, arbeitete in den Bereich der Webdesign und Marktforschung und organisiert seit mehreren Jahren Veranstaltungen mit ihrem Unternehmen »Nexo, Events & Organisation«.

Credits

Das Interview führte Petra Mattheis.
Fotos von regentaucher.com.

Wer sind wir? Und was ist der Wunderwesten?